Deutsch als fremde Geisteswissenschaftssprache

 

Das Deutsche erlaubt, komplexe Gedanken ungemein präzis und anschaulich zu fassen. In der geforderten Nuanciertheit sind Syntax und Semantik aber nicht ohne weiteres zu beherrschen. Sich auf das Sichere einzuschränken oder sich dem Lektorat zu überantworten, beengt im Denken und macht die Sprache sperrig.  

 

Dazu kommt die Sprödigkeit des wissenschaftlichen Schriftwesens: Mit den in den Sinn grätschenden Niederschlägen akademischer Zwänge ins Reine zu kommen, strapaziert.

 

Anders gelagert sind die Schwierigkeiten der klassischen Tiefsinnsliteratur. Im poetisierenden Spiel mit den Formen bietet Deutsch Freiheiten, die in der geistigen Sphäre voll zum tragen kommen. So bleibt die eigentümliche Tiefe den von Übersetzungen Befangenen leicht verschlossen. Die Sprachen der Geisteswissenschaften sind abgelöst vom Geist nicht zu haben. Sie verlangen eigene Wege der Aneignung.

 

 

Unterricht

 

für geisteswissenschaftlich orientierte Studenten, Dozenten oder Interessenten. Deutschkenntnisse sind vorausgesetzt, Gegenstand sind die fachsprachlichen Belange in ihrer Weite und Tiefe. Wie z. B. syntaktische Komplexität, Präzision und Anschaulichkeit, Klarheit und Tiefe, Stil und Stimmigkeit, die akademischen Formen, Fach- und Kampfjargon, eitle Idiolekte, Rhetorik, Strategie, die Spezifika des Deutschen, ...

 

 

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